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Zucht   Geburt
24.02.2006 von Admin

Die Geburt.....

ich hoffe, Sie haben die Rubrik "Schwangerschaft" gelesen. Nun ist es also soweit, die Endphase ist eingeläutet. Bevor, es können sogar 48 Stunden sein, geht aus der Scheide der schwangeren Dame der Schleimpfropf ab. Also beobachten Sie Ihre werdende Mama bitte auch am rückwärtigen Teil. Finden Sie "da hinten so was Komisches" können Sie davon ausgehen, das die Geburt in den nächsten 48 Stunden losgehen wird.

Ich überspringe jetzt mal ein paar Stunden und wähne Sie jetzt vor der Wurfkiste (oder wo auch immer) mit Ihrer Katze dort drinnen. Haben Sie alles parat?

- Haushaltsrolle
- Waage
- Kuli
- Block
- ein wenig Alkohol (Wodka oder Korn tut es auch)
- Telefon mit Nummern vom TA etc.

Hände waschen nicht vergessen?

O.k. - nun geht’s also los. Ihre Katze zeigt im Moment eigentlich wenig Anzeichen. Die Vorwehen, die wahrscheinlich jetzt laufen, erkennen Sie höchstwahrscheinlich nur daran, dass Ihre Katze manchmal hechelt. Lassen Sie ihr Zeit und sprechen Sie beruhigend auf sie ein. Auch ein paar Streicheleinheiten - so sie es sich gefallen lässt - sind nun angebracht. Und vielleicht ein paar Rescue-Tropfen für Sie?

Ungefähr eine halbe Stunde später dürften die Presswehen einsetzen. Die sehen Sie ganz bestimmt. Meist sind es 3-5 Wehen hintereinander, die in Wellen durch den Körper laufen, gefolgt von einer Pause. Achten Sie bitte auf die Zeit zwischen den Wehen und auf den Zustand der werdenden Mama. Die Wehen sollten kräftig sein, ebenso die Katze. Diese wird nicht ruhig liegen bleiben sondern sich zwischendurch drehen oder auch hinsetzen. Lässt die Wehentätigkeit nach und ist nach ca. 1-1,5 Stunden immer noch kein Baby da und die Katze "schwächelt", ist es an der Zeit, den TA anzurufen.

Ansonsten dürfte nun da erste Kind den Mutterleib verlassen haben, vorzugsweise incl. Plazenta. Ist die Fruchthülle geplatzt, nehmen Sie ein Stück Haushaltsrolle und wischen vorsichtig Nase und Mäulchen des neuen Erdenbewohners ab. Dabei bitte das Kind dabei liegen lassen und auch mit der Nabelschnur noch nichts unternehmen.

Ist die Fruchthülle noch geschlossen, öffnen Sie das Einwickelpapier und packen dem Baby vorsichtig das Köpfchen aus. Dann wischen.
Warten Sie nun, was ihre Katze macht. Meist nabelt sie ihr Kind allein ab. Geben Sie ihr ein wenig Zeit dazu, denn manchmal ist die Nabelschnur noch sehr mit Blut gefüllt (das sieht man, ist dick und bläulich) und das Kind könnte beim Abnabeln verbluten. Es ist also nicht schlimm, wenn es noch ein paar Minuten an der Plazenta hängt. Ist die Nabelschnur dünn und sieht durchsichtig aus, das Baby ist mit diesem Anhängsel längst unterwegs zur Zitze und Mama macht nun keine Anstalten zum Abnabeln, kann man helfen: Mit sauberen Fingernägeln die Nabelschnur mehrmals von der Mitte nach vorn und hinten abstreichen (feste) und dann mit den Nägeln durchgnibbeln. Lassen Sie bloß die Schere wo sie ist!! Lassen Sie auch die Plazenta im Nest - Mama darf sie gern essen, sie regt den Milchfluss an. Zeigt die Katze kein Interesse daran und liegt das nahrhaft Zeugs erkaltet in der Ecke, dürfen sie es getrost entsorgen. Spätestens nach der vierten dürfte die Katze eh pappsatt sein.

Irgendwann ist jede Geburt mal vorbei. Sie erkennen es daran, wenn Sie der Katze vorsichtig den Bauch seitlings abtasten. Kein(e) komischen Gnubbel mehr? Pro Kind eine Plazenta? Dann dürfte die Sache erledigt sein.

In irgendeiner Katzenzeitung las ich, die Geburt wäre vorbei, wenn die Katze sich auf die Seite legt und putzt. HEILAND --- das gehört in die Welt der Märchen und Sagen!!!

GANZ WICHTIG: Lassen Sie sich von Ihrem TA V O R der Geburt zeigen, wie man mit einem Baby umgeht, das Fruchtwasser "geschluckt" hat. (Ausschleudern z.B.)


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